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    < Welche Pflanze schmeckt denn da? | Wir brauchen Menschen, die etwas zu verbergen haben >

    Thursday, 27. August 2009

    Glühbirnen und Dunkelköpfe

    Posted by
    Raphael Wolfer
    in Meinung at 11:00
    Mein erster Newseintrag. Schon vor einiger Zeit verfasst aber nicht online gestellt...

    Aus aktuellem Anlass: Hier gehts ums Glühbirnen Verbot!
    Am 1. September 2009 tritt in der EU das Verbot zum Verkauf von herkömmlichen Glühbirnen in Kraft.

    (Es betrifft vorerst 100W Glühbirnen, in mehreren Stufen werden bis im Jahr 2012 alle verboten sein.)

    Ich bekomme schon wieder einen zu viel wenn ich Nachrichten höre. Wollen die doch tatsächlich Glühbirnen verbieten?!

    Sinn und Zweck den die Politiker damit verfolgen erschließt sich mir nicht. Ist es wieder eine populistische Aktion, Bauernfängerei, wie so oft in der Politik zu beobachten oder glauben die Politiker tatsächlich an den Dummfug? ( Nein das Volk glaubt: Wow endlich tun die mal was für die Umwelt! Das Licht aber nur im einstelligen Prozentbereich des gesamten Stromverbrauchs liegt sagt aber keiner...)


    Soll ich jetzt etwa für den Keller eine "Energiesparlampe" kaufen? Ich bin normal keine 5 Minuten im Keller. In der Zeit in der ich da bin will ich aber schlagartig viel Licht! Das Licht einer 100W Birne z.B.. Keine Einschaltverzögerung kein Warmlaufen. Das ist der pragmatische Ansatz der mich KOTZEN lässt.

    Schauen wir auf den Umweltaspekt sieht es nicht besser aus. Zum einen enthält eine "Spar-"Lampe Quecksilber und muss am Ende ihrer Lebensdauer in den Sondermüll!! Das wissen/bzw. wollen die wenigsten Wissen. Die aller meisten Sparlampen wandern in den Hausmüll! Aber nicht nur das Lebensende der Leuchten ist nicht so unschädlich. Die Herstellung ist deutlich komplizierter und (Energie)aufwändiger wie die einer Glühbirne. Da wäre das Beschichten der Glasröhren mit einer Phosphormischung dann das füllen mit Gas und dazu noch die Elektronik die in den kompakten Gehäusen untergebracht werden müssen... Unter welchen sozialen und ökologischen Bedingungen derartige Fernost Waren hergestellt werden kann sich jeder denken?

    Zum Schluss ist da noch die Preisleistung. Eine Glühbirne ist einfach sensationell günstig für derartige Anwendungen. Im Keller hält der Glühdraht vermutlich sogar länger als es dauert bis die Kontakte korrodiert sind ;-). Bei Energiesparlampen liegt der Preis um ein Vielfaches höher. Dadurch dass sie oft Zünden müssen und nur sehr kurz betrieben werden ist die Lebensdauer sicher nur ein Bruchteil der Traumwerte die von den Herstellern angegeben werden...
    Einzige halbwegs praktikable und bezahlbare Lösung sind Halogenlampen. Diese sind auch sofort hell und etwas effizienter als herkömmliche Glühlampen. Preislich können sie bisher aber auch nur schlecht konkurrieren. Zudem sollten Halogenlampen (Prinzip bedingt) auch nicht kurz betrieben werden da sie in der Anfangszeit beim aufheizen des Glaskörpers die meiste Lebensdauer einbüßen. 12V Halogen sind durch ihren dickeren Glühdraht langlebiger als 230V Lampen allerdings ist hier wieder ein teurer Trafo notwendig...

    Mein Fazit:
    Jetzt wäre es an der Zeit sich mit Birnen für die nächsten Jahre ein zu decken...
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    Der strukturpolitischen Entscheidung, ineffiziente Lichtquellen schrittweise aus dem Verkehr zu ziehen bzw. deren Verkauf zu untersagen, kann ich durchaus etwas abgewinnen. Glühbirnen sind eine Technik aus dem vorletzten Jahrhundert. 5 % der eingesetzten Energie werden in Licht umgesetzt, 95% in Wärme.

    Wenn ich mich recht erinnere, wurden in Pkws Katalsysatoren irgendwann auch zur Pflicht - was in der Industrie einen ziemlichen Entwicklungsschub ausgelöst hat. Warum sollte dies hier nicht wiederholbar sein? Vom Farbton her "warme" Energiesparlampen, lichtstärkere LED's, die zur Allgemeinbeleuchtung taugen ...
    Und es gibt z.B. bereits Energiesparlampen, die als Treppenhauslicht taugen - dort gibt es ebenfalls viele Einschaltzyklen... d.h. die sind darauf ausgelegt.

    Die Entsorgung besser zu regeln sollte ein lösbares Problem sein (Pfand, Rücknahme im Handel...).

    Häuslebauer werden inzwischen auch dazu verpflichtet, einen Teil des häuslichen Energiebedarfs aus regenerativen Energiequellen zu gewinnen - auch eine Pflicht, die aber umweltpolitisch sinnvoll ist. Beides sind Maßnahmen, die zur Energieeinsparung beitragen sollen - und massive Energieeinsparung ist der Hebel, der den Klimawandel hoffentlich zumindest verlangsamen kann.
    #1 Andreas on 2009-08-31 12:57 (Reply)
    Hallo Andreas,

    bei deiner "strukturpolitischen Entscheidung" handelt es sich eher um Augenwischerei. Es dürfte heute zu den meisten Menschen vorgedrungen sein dass man mit Energiesparlampen unter Umständen Energie bzw. Ressourcen sparen kann. Schon allein um Geld zu sparen setzen viele diese Lampen ein. Beim derzeitigen Verbot handelt es sich jedoch um eine unnötige Bevormundung der Bürger mit kleiner Auswirkung auf den Gesamtstromverbrauch. Das verursacht, zumindest bei Menschen wie mir, doch einen gewissen Unmut. Wie gesagt der Anteil des Stromverbrauchs für Licht ist vergleichsweise gering.
    Ganz anders sieht es bei der Heizungsmodernisierung, Isolation oder dem Katalysator aus. Mit einem Isolierten Haus z.B. kannst du (beim Neubau mit kaum Mehraufwand) derart viele kWh einsparen dass die wenigen Glühlampen im Keller Treppenhaus, etc. lächerlich sind...

    Derartige Prozesse des Umsteuerns sollten zwar statt finden aber auf andere Weise! Steuern sind meiner Meinung nicht nur als Einnahmequelle für den Staat da sondern zum "steuern"!
    Viel sinniger wäre es z.B. Endlich für realistische Energiepreise zu sorgen, gegen den finanzpolitisch "subventionierten" Atomstrom an zu gehen, intelligente Stromzähler flächendeckend ein zu führen und vor allem zu standardisieren...
    Dann würden sich evt. mehr Leute über ihre uralt Gefriertruhe im Keller Gedanken machen. Oder als nächstes einen Gasherd an schaffen um den (dann) horrenden Strompreisen im Spitzenlastbereich (zur Mittagszeit) zu entgehen...
    Solche Maßnahmen sind aber dem gemeinen Volk das sich gern blenden lässt schwer zu verkaufen (Weil man da eben etwas weiter denken müsste bzw. die Funktionsweise unserer Stromnetze kapiert haben sollte). Viel einfach ist es doch da die Glühbirne tot zu reden und dann "Klima"-wirksam zu verbieten. Oder?

    Wenn dann Wegen mir eine "Energieverschwendungssteuer" oder so was dafür sorgt dass Glühlampen einen Teilvorsprung einbüßen dann wäre das eine Steuerungsmaßnahme. Aber es gibt immer noch die Wahlmöglichkeit für die jeweilige Anwendung die richtige Lampe zu wählen...

    Ich für meinen Teil bin gespannt wie sich in ein paar Jahren die Energiesparlampe als Backofenbeleuchtung eignet. ;-)

    Helle Grüße, Raphael
    #1.1 Raphael Wolfer on 2009-08-31 13:35 (Reply)
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