Am Wochenende fand zum ersten Mal das "Welche Pflanze schmeckt denn da" - Seminar im Häusle in Rottenburg statt. Im Laufe des viel zu kurzen Wochenendes - :) - habe ich mal wieder einiges gelernt und dabei eine Menge Spaß gehabt.
Nachdem wir am Freitag mit einem zum Seminar passenden Abendessen begrüßt wurden, haben wir uns darüber unterhalten, mit welchen Klassifikationen Pflanzen sortiert und bestimmt werden können, wo man überall sammeln darf (z.B. wegen dem Fuchsbandwurm, Abgasen oder Dünger), wann für welche Pflanze die richtige Zeit ist, welchen Teil davon man essen kann oder auch welche Inhaltsstoffe wie wirken. Am Samstagmorgen hat uns die Angst vor dem Regen zunächst im Häuslein festgehalten, nach einer Runde Bestimmungstheorie sind wir aber dennoch losgewandert zu einer Exkursion in die nähere Umgebung. Es war eindrucksvoll, einmal mit derartigen Augen durch die Natur zu marschieren und wir sind fleißig alle 2 Meter stehen geblieben, haben die Vielfalt bewundert und ganz viel gesammelt. Weit gekommen sind wir nicht, aber mir war noch nie so bewusst, wie viel unterschiedlichste Pflanzen man auf engem Raum findet und was sich zu jeder davon so alles erzählen lässt. Außerdem haben wir unterwegs noch gepicknickt und auch Heidelbeeren und wilde Erdbeeren gegessen und gesammelt.
Zurück am Häusle durften wir dann unsere mitgebrachten Schätze zu Tee, Salat, Spinat oder Kräutercrèpechips verarbeiten. Und aus den Beeren entstand, zusammen mit ein paar Kirschen, eine erstklassige rote Grütze. Bei mir wird es wohl in Zukunft öfter Spinat aus Brennessel - oder Gierschblättern geben, ebenso wie in Pfannkuchenteig getauchte und anschließend frittierte Holunderblüten, Brennesseln, oder Bärenklau.
Abends haben sich einige von uns die Zeit genommen etwas zu basteln und ich z.B. habe aus Kartoffeln, Bohnen und Kichererbsen eine Kette gefertigt. Und anschließend gleich noch zwei Ohrringe aus Rinde, Draht und Holzperlen. Wer wollte hätte sich in der Zeit auch etwas Kräuteröl ansetzen dürfen.
Am nächsten Morgen ging es entsprechend weiter. Wir durften unsere neuen Fähigkeiten weiter vertiefen und haben uns in Gruppen auf die Suche nach den Zutaten unseres Mittagessens gemacht. Ich hab ein paar Walderdbeeren gepflückt und eine Tasche voll Giersch gesammelt. Beides wurde anschließend zu einer Pfannkuchenfüllung verarbeitet.
Was ich natürlich nicht vergessen darf zu erwähnen, sind die Wahrnehmungs-, Naturerfahrungs- und sonstigen Spiele die wir zwischendurch gemacht haben. Und die zwei Gitarren die da waren und auch benutzt wurden. So war das Ganze alles in allem mal wieder ein absolut spannendes, lustiges und empfehlenswertes Seminar, das hoffentlich nächstes Jahr wieder stattfindet.
Friday, 3. July 2009
Welche Pflanze schmeckt denn da?
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